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Exklusive GTA IV Vorschau

 

Exklusive GTA IV Vorschau

 

Manfred Reichl, OXM



Am 2. August 2007 ließ Rockstar die Bombe platzen: GTA IV erscheint erst im zweiten Quartal 2008. Diese Meldung kam auch für uns überraschend, da uns Take 2, der Publisher des Spiels, knapp eine Woche zuvor zum zweiten Mal in das Londoner Rockstar-Büro eingeladen hatte, damit wir uns erneut In-Game-Spielszenen ansehen konnten. Im Nachhinein betrachtet muss man sagen, dass diese Entwicklung abzusehen war, denn das Produkt, das man uns zeigte, hinkte dem Zeitplan eindeutig hinterher. Nichtsdestotrotz wollen wir Ihnen unsere neuen Ein- drücke nicht vorenthalten.

 


Im Gegensatz zur ersten Demonstration, in der uns nur die grafischen Qualitäten des neuesten GTA-Abenteuers beeindrucken sollten, führten uns diesmal zwei Rockstar-Sprecher zwei komplette Missionen des Spiels sowie einige Gameplay-Features vor.

Wer sich von GTA IV bahnbrechende Neuerungen im Vergleich zu den letzten Teilen der Serie erhofft, sollte ab hier nicht mehr weiterlesen, denn auch GTA IV setzt auf das altbewährte Spielprinzip Rasen, Ballern und Aufträge erledigen in einer frei erkundbaren und riesengroßen Welt.

In den beiden Missionen, die uns Rockstar zeigte, drehte sich das Geschehen um den Hauptcharakter Niko Bellic, den Polizeikommissar McGreary, einen Erpresser und einen Anwalt. Der korrupte Bulle McGreary weiß, dass Bellic etwas auf dem Kerbholz hat und setzt ihn damit unter Druck. Er befiehlt ihm, einen Kriminellen zu eliminieren, der seinerseits wiederum McGreary erpresst. Und auch den besagten Anwalt muss Niko aus dem Weg räumen.

Screenshoot
Während Niko von den Cops verfolgt wird, kann er als Ablenkungsmanöver eine Tankstelle in die Luft Jagen.

Bevor die erste Mission begann, wollten die beiden Rockstar-Angestellten dafür sorgen, dass die Titelfigur nicht unbewaffnet zu Werke geht. „Also auf in die nächstgelegene Filiale der Ammu-Nation-Waffenladenkette“, dachten wir. Falsch gedacht, denn Ammu Nation ist in GTA IV Geschichte, ließ man uns wissen. Vielmehr müsse sich der Hauptcharakter nach und nach ein Netzwerk an Kontakten aufbauen, von dem er Unterstützung erhält. Dabei wird vor allem die Benutzung eines Mobiltelefons von wichtiger Bedeutung sein. Niko Bellic ruft nun über sein Handy beispielsweise den Waffenschieber Jacob an und trifft sich mit ihm ganz in der Nähe in einer Seitenstraße. Dieser Kriminelle hat im Kofferraum seines Wagens jede Menge alte Bekannte dabei, beispielsweise in Form einer 9mm-Pistole, eines Mikro-MGs oder einer Schrotflinte, die Sie ihm abkaufen dürfen. Durch diese Neuerung verstecken die Entwickler einen umständlichen Teil der alten Spielmechanik (zu Ammu Nation fahren und dort Waffen kaufen) in einer neuen (mit dem Handy den Waffenschieber herbeirufen und diesem die Waffen abkaufen). Der große Vorteil dieses Features: Sie können sich die Knarren liefern lassen und sparen sich die langen Wege zum Waffenladen.

Screenshoot
In dem vierten Teil wird es viele neue Features geben. So kann Niko u.a auf LKWs klettern!

Nachdem Niko Bellic genug Bleispritzen im Gepäck hatte, konnte es auch schon weitergehen. Allerdings schnappte sich Niko kein Auto, sondern hielt auf den Straßen des Schauplatzes Liberty City Ausschau nach einem Taxi. Dieses rief er mit einem Pfiff und einem Wink herbei und sagte dem Fahrer anschließend, wohin ihn dieser bringen sollte. Haben Sie sich in GTA IV vor einer Taxifahrt entschieden, wo es hingehen soll, stehen Ihnen drei verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Ungeduldige können die Fahrt überspringen, genauso dürfen Sie sich aber auch zurücklehnen und können in verschiedenen Kameraperspektiven die Aussicht genießen. Geht es Ihnen zu langsam, steht es Ihnen sogar frei, dem Fahrer mehr Geld zuzustecken, damit dieser einen Gang zulegt.

Bevor wir die Mission um Officer McGreary und dessen Erpresser in Angriff nahmen, machten wir jedoch erst noch einen Zwischenstopp in einem Internet-Café. Auch das Internet wird im neuesten GTA in vielen Missionen miteinbezogen. In unserem Fall klickte sich Niko Bellic über einen nachgemachten Browser durch den Internet-Auftritt einer Anwaltskanzlei und bewarb sich mit einer gefälschten Bewerbung als Anwalt.